Reviews
Monobrother - “Haschgiftspritzer” (Review)
von Admin am 24.Jan 2010, unter Reviews
Tja, nach längerer Review-Pause folgt nun - auch mit etwas Verspätung - die Rezession zu dem Debüt-Album des österreichischen Künstlers Monobrother mit dem Titel “Haschgiftspritzer”, welches in diesem Rahmen aber auf jeden Fall erwähnt werden sollte. Der Mostviertler stellt sich auf “Haschgiftspritzer” freundlicherweise nach dem Intro gleich mal mit “Fuckin’ Mono” selber vor und legt auch gleich fest, was dem Zuhörer auf insgesamt 13 Nummern (inkl. Intro und Outro) geboten wird. Nämlich überwiegend Representer- und Battle-Tracks in feinster Mundart-Manier. Inhaltlich wird das Ganze wirklich gut in wortwitzigen Punchlines verpackt und einzig flowmäßig geht dem Rapper nicht immer alles zu 100% auf. Totalausfälle sucht man aber vergebens und die zwei, drei etwas durchschnittlicheren Tracks kann man angesichts der restlichen Stücke nur allzu leicht verkraften. “Wir Kommen Auf Sie Zurück!” oder “A Bist Oag” beweisen dies genauso wie “400cm Rap” mit einem Gastbeitrag von Säbjul. Bei den Features gibt’s mit Wienzeile, Kardinal Kaos, Digga Mindz, Säbjul, 5Finga, Def Ill und Stixx ohnehin gar nichts zu bemängeln und vor allem die Massen-Kollabo (”Aus Hintergrund”) mit den fünf Letztgenannten ist einfach nur dope. Wenn einem da nicht die Abmischung einen Strich durch die Rechnung machen würde. So leidet hier vor allem die gecuttete Hook darunter und auch auf anderen Tracks werden einem leider auch immer wieder Abmischungsschwächen vor Augen (Ohren?) geführt. Die Beats ansich gehen ok, wenn da auch sicher noch etwas Luft nach oben vorhanden zu sein scheint. Alle Interessierten finden auf der MySpace-Seite des Künstlers auch noch ein Snippet zum Album: Monobrother@MySpace
Favorite Track: Ausm Hintagrund
Ein gelungenes Debüt des Künstler, welches dem ein oder anderen eventuell etwas zu einseitig sein könnte und bei dem die Soundmischung auch einiges an Potential liegen lässt. In Summe gibt’s für “Haschgiftspritzer” - vor allem für Mundart-Anhänger - dennoch eine recht klare Kaufempfehlung.
Übrigens wird hier derzeit noch ein Exemplar des Albums verlost: Gewinnspiel
WERTUNG: 4/5
Eko Fresh - “Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen” (Kurz-Review)
von Admin am 17.Sep 2009, unter Reviews
Zu Eko Fresh gibt’s wohl die unterschiedlichsten Meinungen, jedoch lässt sich nicht so leicht abstreiten, dass er zur Zeit in der er mit Savas noch down war, durch seinen eigenen Style bekannt wurde. Damals sorgte er dann auch schon mit seinem ersten Release (”Jetzt kommen wir auf die Sachen”-EP) für frischen Wind in der Szene. Acht Jahre später - nach teilweise recht durchwachsenen Releases - will Eko anscheinend wieder back to the roots und brachte vor wenigen Tagen eine neue EP namens “Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen” heraus. Was Eko Fresh dabei unter die Leute bringt empfinde ich durchaus als Schritt in die richtige Richtung. In gewohnt lässiger Art präsentiert uns der Künstler auf der EP insgesamt fünf Tracks, welche stellenweise wirklich an vergangene Zeiten (im positiven Sinne) erinnern. So gibt es etwa mit “Bitte Spitte 2010″ - inklusive Farid Bang-Feature - einen recht witzigen Track, wie ihn der Künstler seinerzeit schon einmal mit Kool Savas fabrizierte. Auch die beiden Tracks “Wer zuetzt lacht” und “Die Auferstehung” können durchaus überzeugen. Eko setzt dabei klar auf seine flowtechnischen Stärken und liefert - einfach gesagt - straighten Rap ab. Allerdings ist mir “Dream” dann doch etwas zu schnulzig und auch der Opener “Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen” ist auch nicht so der Bringer und hinterlässt einen etwas nervenden Beigeschmack. Alles in allem also ein etwas zweischneidiges Ding…
Favorite Track: Bitte Spitte 2010
Wer wie ich vor allem gute Erinnerungen an Ekos Anfangszeit hat, der sollte definitiv mal in die EP reinhören. Wer allerdings noch nie etwas mit Eko Fresh anfangen konnte, wird auch bei der neuen EP so seine Probleme haben. Fans schlagen natürlich sofort zu!
WERUNG: 3,5/5
La Coka Nostra - “A Brand You Can Trust” (Kurz-Review)
von Admin am 10.Sep 2009, unter Reviews

Ok, das aktuelle La Coka Nostra-Album namens “A Brand You Can Trust” ist zwar schon seit 14.7.09 erhältlich, aber ein kurzes Review zahlt sich bei diesem Werk auf jeden Fall aus. Was Everlast, Ill Bill, Danny Boy, DJ Lethal und Slaine da nämlich hingelegt haben kann sich zu 100% sehen und vor allem hören lassen. Es startet gleich mit einem Brett namens “Bloody Sunday”, auf dem der Hörer gleich mit ordentlich dreckigen Drums empfangen wird. Dieser Weg wird mit Songs wie “I’m An American”, “Bang Bang” oder “‘Hardcore Chemical” auch konsequent fortgesetzt und reimtechnisch gibt’s dabei in keinsterweise etwas zu beanstanden. Die unterschiedlichen Rapper tragen vor allem auch dazu bei das Ganze recht abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich bilden Tracks der härteren Gangart sozusagen den roten Faden, aber zwischendurch findet man dann aber auch ruhigere Nummern wie etwa “The Stain” oder “Cousin of Death”, welche aber genauso einwandfrei funktionieren. Zu Letzterem wurde - neben “That’s Coke” - übrigens auch ein sehr cooles Video produziert.
Featuremäßig wird man unter anderem mit Snoop Dogg (”Bang Bang”) oder B-Real (”I’m An American”) mehr als ordentlich bedient und auch der Rest - mit Sen Dog, Big Left, Sick Jacken, Bun B, Q-Unique und Immortal Technique - gefällt.
Favorite Track: Fuck Tony Montana
Wirlklich ein tolles Album, welches auf Bling Bling und plattes Gelaber verzichtet und mich mit härteren, aber teilweise auch ruhigeren Momenten, komplett überzeugen konnte. Unbedingt auschecken!
WERTUNG: 4,5/5
Azad - “Assassin” (Kurz-Review)
von Admin am 13.Aug 2009, unter Reviews
Nach Azads “Assphalt Inferno”-Mixtape, welches mir im Gegensatz zu den letzten Azad-Releases doch recht gut gefallen hat, erschien nun im Mai mit “Assassin” das aktuelle Album des Künstlers. Konsequent setzt der Rapper dabei die etwas härtere “Assphalt Inferno”-Linie fort und verzichtet größtenteils auf Weichspüler. Lediglich “Klagelied” - zu dem es auch ein Video gibt - fällt da etwas aus der Reihe. Ansonsten gibt’s mit “300″, “Detonation” oder “Stacheldraht” - um nur ein paar Beispiele zu bringen - harte Streetraps wie sie im Buche stehen. Bei Letzterem handelt es sich übrigens angeblich um den letzten Warheit-Track. Neben Warheit darf natürlich auch eine Kollabo mit Kool Savas (”Was Anderes”) nicht fehlen. Das (zumindest namenmäßig) Highlight bei den Features findet man aber bei dem Song “Guerilla”, auf welchem Azad von Rakim unterstützt wird. Zählt definitv zu den besten Nummern! Allerdings können auch die restlichen Rapgäste (439, Manuellsen, Hanybal, Jezy, Tone) durchwegs überzeugen. Beats kommen wie immer sehr druckvoll daher und passen perfekt zu Azads Raps. Ich kann die teilweise in diversen Foren aufkommenden Kritkpunkte nicht ganz nachvollziehen. Klar, ein “Leben”- oder “Faus des Nordwestens”-Album ist es nicht und alle die der alten Tage nachtrauern sollten sich auch langsam damit abfinden, dass Azad so ein Album auch nicht mehr machen wird, geschweige denn überhaupt will. Ein Snippet zum Album gibt’s hier: “Assassin”-Snippet
Favorite Track: 300
Azad verfolgt weiter die Richtung, die er mit dem letzten Mixtape eingeschlagen hat und weiß überwiegend mit Tracks der härteren Gangart zu überzeugen. Sollte man mal reinhören und sich nicht vom Video zu “Klagelied” abschrecken lassen.
WERTUNG: 4/5
Kaas - “T.A.F.K.A.A.Z :D” (Kurz-Review)
von Admin am 03.Aug 2009, unter Reviews
Kaas wirkt auf den ersten Blick ja schon etwas crazy, dabei will er ja aber nur positive Vibes verbreiten und das macht er dann - zumindest hauptsächlich - auch auf dem im Mai erschienen Album “T.A.F.K.A.A.Z :D”. Die Buchstaben bedeuten in diesem Fall “The album formerly known as Amokzahltag :D” da es sich dabei um das - aufgrund des Amoklaufs in Winnenden - leicht abgeänderte “Amokzahltag”-Album handelt. Hier wurden nun lediglich die ersten beiden Tracks ausgetauscht, wobei es sich vor allem bei “Amok Nachtrag” um eine sehr gelungene Stellungnahme zu der Diskussion um den Künstler handelt. Danach gibt’s kurz mal “Straßenrap” und mit “Nichtsnutz 09″, einer gelungenen Hommage an den gleichnamigen Track der Massiven, wird dann der eher humorvolle Teil der Platte eingeläutet. Allerdings ist es für meinen Geschmack dann aber manchmal auch etwas zu viel des Guten und so passiert es unter anderem bei Tracks wie “Märchenwald” “Sam Cooke Und So”, “Für Uwe” und “Wunderschöne Welt”, dass diese Lieder auf dem schmalen Grat zwischen witzig und nervig wandern. Zu Letzterem wurde auch ein Video gedreht, welches an dieser Stelle auch schon einmal vorgestellt wurde. Die Beats sind jetzt nicht der Überhammer, aber gehen ok und passen recht gut zu Kaas. Ein Snippet des Albums könnt ihr euch hier anhören: Kaas@MySpace
Favorite Track: Amok Nachtrag
Ordentliches Debut, welches vor allem wegen seiner positiven Ausrichtung zu Gefallen weiß. Auch wenn’s manchmal übertrieben wirkt und auch etwas zu oft in die gleiche Kerbe geschlagen wird.
WERTUNG: 3,5/5
Bass Sultan Hengzt - “Zahltag” (Kurz-Review)
von Admin am 09.Jul 2009, unter Reviews
Das Album hat zwar mittlerweile schon ein paar Wochen am Buckel, aber einige Tracks laufen bei mir immer noch ganz gerne. “Zahltag” ist für meinen Geschmack nicht ganz das geworden, was ich mir erwartet habe. So hart, wie im Vorfeld immer betont wurde, ist es nämlich nicht, was aber auch nicht unbedingt negativ zu werten ist. Hengzts Potenzial liegt aber meiner Meinung nach einfach bei “Auf-die-Kacke-hau”-Tracks. Die findet man natürlich auch auf “Zahltag” und mit unter anderem “Props”, “Ex-Guterjunge”, “Goldkettentrend III” oder etwa “Muchachos” wird man auch recht gut bedient. Allerdings schwächelt das Gesamtwerk mit Tracks wie “Der Block bleibt stehen” oder “Nicht mit mir” dann doch etwas. Letzterer überraschenderweise trotz Sido-Feature. Die restlichen Featuregäste (Godsilla, Amar, Joka und Orgi 69) können da schon mehr überzeugen. Beattechnsich pumpt das Werk jedenfalls recht ordentlich. Ein Snippet findet ihr hier: Bass Sultan Hengzt@MySpace
Sultan-Fans bekommen ein gutes Album, der Rest wird wahrscheinlich auch dieses Mal nicht zugreifen.
WERTUNG: 4/5
Bestellmöglichkeit: Amazon-Partnerlink
WPB - “Freunderlwirtschaft” (Review)
von Admin am 05.Jul 2009, unter Reviews
WPB alias die Wiena Pücha Buam releasten vor kurzer Zeit deren Album “Freunderlwirtschaft”, welches ich euch heute vorstellen möchte.
Hinter WPB stecken die beiden Wiener Rapper und RooftopClique-Mitglieder Ageh Wirklich & Funky Cottleti, welche beide über die Jahre hinweg als diverse Formationen (z.B. Illianz of Lykx) als auch solo schon auf etliche Releases zurückblicken können. Nun liefern die Künstler mit “Freunderlwirtschaft” ein vor allem sehr abwechslungsreiches Album im Dialekt ab. Dabei ist der Name Programm und so findet man etliche Künstler aus der österreichischen Hip Hop Szene auf dem Tonträger. Auf alle Features einzugehen würde hier den Rahmen sprengen und so verweise ich diesbezüglich auf die Tracklist.
“Freunderlwirtschaft” deckt ein breites Themenspektrum ab und so wird der Zuhörer mit Sommer-/Partytracks (“Summer Sun”, “Puppal”) genauso versorgt wie mit Tracks über die aktuelle Musikindustrie (“Mr. Producer”) oder über den Oldschool-Background der Wiena Pücha Buam (“Hip Hop und I”, “Unsare Leut”). Aber auch Anhänger von Battle- und Representertracks werden mit “Haftlmocha”, “Loch ned so…” und “Heast mi” anständig bedient. Letzterer zählt für mich zu den persönlichen Highlights und so freut es mich, dass dazu auch ein Video gedreht wurde, welches an dieser Stelle ja bereits vorgestellt wurde. Wer’s noch nicht kennen sollte kann es sich hier ansehen:
Vor dem Bonustrack “Babylon System” wird das Album noch mit einem hörenswerten Massenfeature namens “FDW” abgeschlossen.
Nicht alle Songs können mich zu 100% überzeugen, wobei man aber auch keine Totalausfälle findet. Inhaltlich ist “Freunderlwirtschaft” jedenfalls breit gefächert und hat auf jeden Fall einiges zu bieten. Allerdings liefern die Wiena Bücha Buam raptechnisch eher einfachere Kost, was jedoch durch den sympathischen Wiener Schmäh, welcher immer wieder aufblitzt, größtenteils wett gemacht wird.
Die bereits angesprochen Featuregäste ergänzen die beiden Rapper größtenteils perfekt, sorgen für weitere Abwechlung und können eigentlich alle überzeugen.
Beattechnisch geht das Ganze ziemlich in die Synthi-Richtung und eher weg von klassischen Samples und trifft daher sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Soundtechnisch sind Nummern aber auf jeden Fall ziemlich gut geworden und bieten einen ordentlichen Druck.
Ein Snippet zu “Freunderlwirtschaft” gibt’s auf der WPB-MySpace-Seite: WPB@MySpace
Tracklist:
- Intro Skit
- Intro
- Heast mi feat. Boucher, Adem Delon & W.Necas
- Süchtig feat. Kontravers
- Puppal feat. Funke
- Summer Sun feat. Jamin, Adem Delon & BombamanMC
- Hans im Glück feat. Liba
- Hip Hop und i feat. DJ Supafly & DaBertl
- Unsare Leut (oldschooleckn) feat. Marlon Brandau, FuchsMC, Joe Dugz & Liba
- Mr. Producer Skit
- Mr. Producer feat. Sezar
- Haftlmocha feat. SchokoMC, Dauawizzy & Bonz
- Gangstarap Skit
- Loch ned so… feat. StvdB
- Newsflash feat. AML
- FDW feat. Kontravers, IC, Faun, Bonz, BombamannMC, MicMyerz, FuchsMC, Adem Delon, JunkMC & Steez
- Babylon System bye Max “the Duke” Zemo feat. Funky Cottleti & Ageh Wirklich?!
Mit “Freunderlwirtschaft” findet man ein gutes, abwechslungsreiches österreichischen Album aus Wien, in welches man unbedingt einmal reinhören sollte.
WERTUNG: 4/5
JAW & Hollywood Hank “Menschenfeind EP” (Review)
von Admin am 27.Jun 2009, unter Reviews
Das Kollabo-Album “Menschenfeind” von JAW und Hollywood Hank erschien am 12.6. und hält was es verspricht. Näheres dazu im Review…
Insgesamt gibt es bei “Menschenfeind” 11 Anspielpunkte, wobei Nummer 1 und 11 das Intro bzw. Outro darstellen. Im Endeffekt besteht das Werk dann mit neun Tracks nicht gerade aus vielen Nummern, was jedoch ok geht, da “Menschenfeind” erstens als EP konzipiert wurde und zweitens die Songs es dafür umso mehr in sich haben.
Was hier geboten wird lässt sich in etwa in die Kategorie kranker, horrorlastiger und psychopatischer Battletracks einordnen, wobei hier das Ganze nicht immer ernst zu nehmen ist und hier vor allem Anhänger des schwarzen Humors auf ihre Kosten kommen werden.
Die Songtitel von JAW und Hollywod Hank wie “Menschenhass” oder auch “Der Obszönling” bieten inhaltlich genau das, was sie versprechen. In Richtung Battle geht’s dann mit Lines wie “Du bist der lebende Beweis - Gott hat Humor” bei “Gott hat Humor” oder unter anderem auf “Der Clown in meiner Wohnung”. Die teilweise recht witzigen Lines der beiden können mich auf jeden Fall überzeugen und sind einfach Entertainment pur. Wer nach den großen Inhalten sucht ist hier wohl leider fehl am Platz. Ziemlich “Hardcore” ist dann auch der gleichnamige Track (inkl. Adolph Gandhi Feature), bei dem vor allem die Hook nicht wirklich etwas für Zartbesaitete ist. Auch sonst gibt’s auch noch ein paar weitere Featuregäste, die alle ihren Job recht ordentlich erfüllen und unter anderem mit Favorite und Mach One auch prominente Gesichter zu bieten haben. Letzterer ist bei dem Track “Kranke Welt” anzutreffen, in welchem auch gesellschaftskritische Ansätze herauszuhören sind. Inhaltlich hat die EP also nicht wirklich viel zu bieten, aber das will sie auch nicht. Der Schwerpunkt liegt auf Unterhaltung!
Man könnte sagen, dass es das alles schon desöfteren gegeben hätte und mit dem Finger hauptsächlich auf das Berliner Umfeld zeigen. Stimmt so nicht ganz. Dieses Mal passt nämlich meiner Meinung nach auch die Technik der rappenden Künstler, was bei diversen anderen Crews leider bisher nicht immer zutraf.
Beattechnisch wäre aber teilweise sicher noch etwas mehr drinnen gewesen. Atmosphärisch passen die Produktionen größtenteils, aber der Sound könnte für meinen Geschmack noch etwas mehr pumpen.
Wer sich nicht sicher ist, ob das Ganze etwas für ihn ist, kann sich hier das Snippet zu “Menschenfeind” anhören: Hollywood Hank@MySpace
Im Rahmen des Albumreleases gab es übrigens auch einen Remix-Wettbewerb, welcher von dem Produzenten namens Arves gewonnen wurde. Das Ergebnis seiner Arbeit kann man sich hier anhören: Arves@MySpace
Tracklist:
- Prolog
- Der Clown In Meiner Wohnung
- Gott Hat Humor
- Menschenhass
- Der Obszönling
- Beinscheiben
- Ackergaul Konfekt Remix feat. Private Paul Und Plasti
- Hardcore feat. Adolph Ghandi
- Kranke Welt feat. Adolph Ghandi, Rahzkroneprinz Und Mach One
- Sozialphobie Remix feat. Favorite
- Epilog
Ich kann “Menschenfeind” nur jedem weiterempfehlen, dem diese Sparte des Raps gefällt. Alle anderen sollten wohl zu anderen Releases greifen. Meinen Geschmack hat die EP jedenfalls eindeutig getroffen, auch wenn mich die Beats nicht immer 100%ig überzeugen konnten.
WERTUNG: 4,5/5
Dr. Knarf - “Wie ich flieg EP” (Review)
von Admin am 08.Jun 2009, unter Reviews
In diesem Blog gab’s ja bereits Infos zur neuen EP von Dr. Knarf und auch das Video zu “Rap Superstar” wurde hier schon vorgestellt. Nun gibt’s das dazugehörige Review…
Nach zwei Mixtape-Releases stellt die “Wie ich flieg”-EP, welche vor wenigen Tagen (Release Date: “6.6.09″) erschien, mit insgesamt sieben Titeln das neueste Werk von Dr. Knarf dar.
Dabei versucht der Künstler vor allem durch facettenreiche Inhalte sowie individuellem Style zu punkten, was ihm auch teilweise durchaus gelingt. Nach dem Opener “Wie ich flieg” findet man mit “Tag für Tag” einen gesellschaftskritischen Storytelling-Track ebenso wie eine 20 Punkte umfassende Anleitung zum “Rap Superstar” auf der EP. Zu Letzterem gibt’s dann auch ein Video.
Neben dem deeperen “Acht Takte” und dem (ironischen???) “OK”-Track wird dann auch mal bei “Jagdsaison” in Papoose-Manier quer durch das Alphabet gerappt. Ist ganz nett, aber gab es allerdings auch im deutschsprachigen Raum schon mehrmals (z.B. bei Olli Banjo). Abgerundet wird “Wie ich flieg” noch mit einem Remix zu dem Titel “Trink ne Milch”, dessen Originalversion bereits auf Dr. Knarfs letztem Mixtape “Tash Mixtape Part II” erschienen ist.
Inhaltlich deckt er damit zwar einige Bereiche ab, allerdings hat man so Manches schon mal desöfteren gehört. Raptechnisch geht das alles halbwegs ok, auch wenn mir sein Style nicht 100%ig zusagt. Positiv muss man dabei aber anmerken, dass er auf jeden Fall eine eigene Schiene fährt. Die Produktionen, bei welchen der Künstler größtenteils selbst Hand anlegte, gehen in Ordnung, mehr aber leider auch nicht.
Ein Snippet zur EP findet ihr hier: “Wie ich flieg”-Snippet
Tracklist:
- Wie ich flieg
- Tag für Tag
- Rap Superstar
- Acht Takte
- OK
- Jagdsaison
- Trink ne Milch RMX
Für meinen Geschmack wird hier etwas zu wenig wirklich Neues präsentiert und raptechnisch trifft Dr. Knarf auch nicht ganz meinen Geschmack. Allerdings sollte man dem Rapper auf jeden Fall mal ein Chance geben und in das “Wie ich flieg”-Snippet reinhören.
WERTUNG: 3/5
Digga Mindz - “Drama EP” (Review)
von Admin am 23.Mai 2009, unter Reviews
Vor wenigen Tagen gab’s noch eine kurze News zum Snippet und nun folgt das Review zur aktuellen Digga Mindz-EP namens “Drama”.
Bereits “Mad Pattern Creationz Vol.2”, welches der österreichische Rapper und Produzent Digga Mindz letztes Jahr releaste, konnte eindeutig überzeugen und so durfte man auch auf die aktuelle “Drama”-EP schon sehr gespannt sein. Und man wird dabei in keiner Sekunde enttäuscht!
Die EP umfasst insgesamt 12 Anspielpunkte, wobei es sich dabei um acht Tracks und vier Remixe handelt. Dabei geht’s zwar hauptsächlich um Battle- und Representer-Inhalte, welche allerdings wirklich cool und teilweise recht witzig verpackt werden. Ausserdem gibt’s mit “Lebn” auch einen persönlichen Track und auch mit “Ka Wort” wird thematisch eine etwas andere Richtung eingeschlagen, bei welcher auch szenekritisch Passagen zu hören sind.
Wurde Digga Mindz früher vereinzelt nachgesagt, dass er sich raptechnisch nicht auf Augenhöhe seiner Beats bewegt, so sollten sich diese Vorwürfe allerspätestens mit dieser EP erledigt haben. Der Kärntner spittet einfach locker lässig über seine Beats, so dass es nur so flowt! Auch die Features überzeugen auf ganzer Linie und Stixx, Def Ill und 5 Finga sorgen mit gelungenen Parts gekonnt für etwas Abwechslung. Vor allem “Drama” mit Stixx und “Stomp” mit Def Ill laufen bei mir derzeit auf Dauerrotation.
Zu den Beats von Digga Mindz muss man eigentlich nicht viel sagen ausser, dass sie einfach dope sind! Fakt! Aber auch die Remixproduktionen von Loco, Feux, Whizz Vienna und Flip fügen sich nahtlos ins Gesamtbild ein und wissen durch stimmungsvolle Instrumentals zu überzeugen. Die Beiträge der beiden Erstgenannten zählen dabei zu meinen persönlichen Highlights.
Abgemischt ist das Gesamtwerk zwar ok, aber für mich eine Spur zu leise. Dies ist aber wirklich nur nahzeu irrelevanter Kritikpunkt.
Zum Snippet gab’s zwar schon einmal News, aber man findet es auch immernoch hier: Digga Mindz@MySpace
Tracklist:
- Wer!?
- Drama ft. Stixx
- Ka Wort
- Stomp ft. Def Ill
- Schluss mit Thugsn
- Letzta Vasuch ft. 5 Finga
- Red Net ft. Def Ill
- Lebn
- Drama (Loco Remix)
- Stomp (Feux Remix)
- Schluss mit Faxn (Whizz Vienna Remix)
- Lebn (Flip Remix)
Ein eindeutiger Pflichtkauf und mehr gibt’s dazu auch nicht zu sagen! Supportet den Scheiß!
WERTUNG: 4,5/5
