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Digga Mindz – “ Diggas Digest” (Review)

von Admin am 11.Sep 2010, unter Reviews

Letzte Woche flatterte bei mir das akuelle Werk von Digga Mindz mit dem Titel “Diggas Digest” in die Wohnung. Ganz gespannt hörte ich sofort in das 25 Tracks starke Album des österrichischen Rappers und Produzenten rein, war meine Erwartungshaltung aufgrund vorheriger Releases (z.B. “Drama EP”) doch recht hoch. Und eines gleich vorweg, ich wurde nicht enttäuscht.

Digga Mindz - "Diggas Digest"Dieses Mal liegt das Hauptaugenmerk allerdings eindeutig auf den produktionstechnischen Fähigkeiten des Österreichers, da lediglich acht Nummern mit Rapparts versehen wurden. Aber hier möchte ich mal Digga Mindz zitieren: “Leit kumman her und sogn: ‘Oida, wos fia Instrumentals!’” Tja, diese Aussage kann man spätestens nach den ersten zwei, drei Nummern sehr gut nachvollziehen und man kommt eigentlich nicht wirklich in Versuchung die Skip-Taste zu drücken. Die Beats tragen dabei auf jeden Fall die Handschrift des Künstlers, wurden aber recht abwechslungsreich gestaltet. So findet man auf “Diggas Digest” von dreckigen Drumpatterns bis Schlagersamples, von traurigen Piano- und Streichereinlagen bis harten Synthie-Knallern alles was das Beatherz höher schlägen lässt. Kurz, einfach dope!

Raptechnisch erwarten dem Hörer – neben Digga Mindz selbst – auch durchwegs gute Parts von Dope D und B Rah. Natürlich dürfen aber auch die üblichen Verdächtigen (Säbjul, 5Finga, Stixx, MonobrotherDef Ill) auf dem Werk nicht fehlen, welche alle – ihren Ruf gerecht – nicht enttäuschen. Erwähnenswert dabei ist unter anderem “Kapitulation” mit 5Finga und Stixx oder aber auch “Plastikmenschn” mit Dope D und Def Ill.

Letztgennanter ist dann auch auf meinem persönlichen Highlight “Niemand sieht dich” zu hören. Super Rapparts, aber der Beat killt einfach alles. Was will man mehr! Spätestens danach hätte man wieder einmal gerne ein neues Solo-Album von Def Ill bzw. das “IllMindz”-Kollabo-Album in Händen. Abgerundet wird “Diggas Digest” neben den lyrischen Gastbeiträgen auch noch durch Cuts von DJ Takonedoe und DJ Loco.

Es ist wirklich schön zu hören, wie Digga Mindz auf wunderbare Weise Produzent und Rapper vereint und am Ende passt auf “Diggas Digest” eigentlich alles. “I bin true zu meim Herzn, rap was i leb” Das stimmt wohl und so wünscht man sich am Ende lediglich noch mehr Raps vom Meister selbst. Dazu hätte ich da ja eine Idee. Wie wär’s in Zukunft mit einem Doppel-Album inklusive Instrumental-Beigabe? Naja, träumen wird man ja noch dürfen…

Für “Diggas Digest” gibt’s von mir eine eindeutige Kaufempfehlung. Für alle Zweifler gibt’s auch noch die Möglichkeit in das Album-Snippet reinzuhören:

WERTUNG: 4,5/5

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