hiphopblog.at
Facebook

Tag: review

Dr. Knarf – “Wie ich flieg EP” (Review)

von Admin am 08.Jun 2009, unter Reviews

In diesem Blog gab’s ja bereits Infos zur neuen EP von Dr. Knarf und auch das Video zu “Rap Superstar” wurde hier schon vorgestellt. Nun gibt’s das dazugehörige Review…

Nach zwei Mixtape-Releases stellt die “Wie ich flieg”-EP, welche vor wenigen Tagen (Release Date: “6.6.09″) erschien, mit insgesamt sieben Titeln das neueste Werk von Dr. Knarf dar.

Dr. Knarf - "Wie ich flieg EP"Dabei versucht der Künstler vor allem durch facettenreiche Inhalte sowie individuellem Style zu punkten, was ihm auch teilweise durchaus gelingt. Nach dem Opener “Wie ich flieg” findet man mit “Tag für Tag” einen gesellschaftskritischen Storytelling-Track ebenso wie eine 20 Punkte umfassende Anleitung zum “Rap Superstar” auf der EP. Zu Letzterem gibt’s dann auch ein Video.

Neben dem deeperen “Acht Takte” und dem (ironischen???) “OK”-Track wird dann auch mal bei “Jagdsaison” in Papoose-Manier quer durch das Alphabet gerappt. Ist ganz nett, aber gab es allerdings auch im deutschsprachigen Raum schon mehrmals (z.B. bei Olli Banjo). Abgerundet wird “Wie ich flieg” noch mit einem Remix zu dem Titel “Trink ne Milch”, dessen Originalversion bereits auf Dr. Knarfs letztem Mixtape “Tash Mixtape Part II” erschienen ist.

Inhaltlich deckt er damit zwar einige Bereiche ab, allerdings hat man so Manches schon mal desöfteren gehört. Raptechnisch geht das alles halbwegs ok, auch wenn mir sein Style nicht 100%ig zusagt. Positiv muss man dabei aber anmerken, dass er auf jeden Fall eine eigene Schiene fährt. Die Produktionen, bei welchen der Künstler größtenteils selbst Hand anlegte, gehen in Ordnung, mehr aber leider auch nicht.

Ein Snippet zur EP findet ihr hier: “Wie ich flieg”-Snippet

Tracklist:

  1. Wie ich flieg
  2. Tag für Tag
  3. Rap Superstar
  4. Acht Takte
  5. OK
  6. Jagdsaison
  7. Trink ne Milch RMX

Für meinen Geschmack wird hier etwas zu wenig wirklich Neues präsentiert und raptechnisch trifft Dr. Knarf auch nicht ganz meinen Geschmack. Allerdings sollte man dem Rapper auf jeden Fall mal ein Chance geben und in das “Wie ich flieg”-Snippet reinhören.

WERTUNG: 3/5

Kommentar verfassen :, , more...

Selfmade Records – “Chronik II” (Review)

von Admin am 23.Mai 2009, unter Reviews

Am 17.4.09 erschien bereits der zweite Label-Sampler von Selfmade Records. Nun endlich das dazugehörige Review…

Selfmade Records - "Chronik II"Nach dem ersten Label-Sampler namens “Chronik” machte es man sich bei Selfmade mit der Namensgebung recht leicht und betitelte den Nachfolger der Einfachheit halber “Chronik II”. Dieser bietet – wie bereits sein Vorgänger – wieder einen Einblick in die Arbeit der bei Selfmade gesignten Künstler. Rapmäßig kümmern sich dabei hauptsächlich Kollegah, Favorite, Shiml und auch Neuzugang Casper darum, während auf der Produzentenseite natürlich mehrfach Rizbo die Finger im Spiel hat. 

Was dabei rausgekommen ist würde ich als bewährte Kost einstufen. So punktet jeder Rapper genau in seinem Metier, wobei der Schwerpunkt deutlich auf “Auf-die-Kacke-hau”-Tracks Marke Kollegah und Favorite gerichtet ist. So etwa zu hören auf Tracks wie “Halbautomatik”, “Jebiga” oder der Pre-Single “Westdeutschlands Kings” (inklusive Unterstützung von Farid Bang). Kann einem gefallen, muss es aber nicht. Vor allem an der Langlebigkeit solcher Songs darf wohl gezweifelt werden, auch wenn sie mich – zumindest anfänglich – durchaus überzeugen. Allerdings haben sich dabei auch leider immer wieder Tracks der Marke “Durchschnittsware” (“G’s sterben jung”) eingeschlichen. 

Als eine Art von Gegenpol kommen dabei aber ja noch Casper und Shiml ins Spiel, wobei Letzterer allerdings mit lediglich vier Einsätzen für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt. Die beiden kommen jeweils mit sehr deepen Nummern (“Vatertag” von Casper und “Mit jedem Atemzug” von Shiml) um die Ecke, wobei man darüber streiten kann, ob hierbei nicht stellenweise etwas zu dick aufgetragen wurde. Aber auch bei thematisch anderen Nummern geben die beiden ihre Texte zum Besten. So gefallen mir vor allem die Kollabo-Tracks “Mittelfinger hoch”, zu dem es auch ein Video gibt, und “Dampfwalze”. Featuremäßig wird man als Zuhörer vor allem mit Olli Banjo (“Krieg”) und Marteria (“Rock’n’Roll”) mehr als gut bedient, welche auch immer wieder für die nötige Abwechslung sorgen.

Die Beats sind recht ok, aber hauen mich auch nicht komplett vom Hocker. Zumindest scheinen sie dieses Mal besser abgemischt zu sein als es noch beim Vorgänger der Fall war.

Das Album erscheint übrigens inklusive einer zusätzlichen DVD (“Selfmade Vol. 1″), auf welcher es zwei Stunden lang Beiträge zu allen Künstlern gibt. Über den Trailer zur DVD wurde hier schon einmal berichtet: “Selfmade Vol. 1″-Trailer

Ein Snippet zu “Chronik II” findet man hier: “Chronik II”-Snippet

 Tracklist:

  1. Casper, Favorite & Kollegah – Mittelfinger hoch
  2. Kollegah – Halbautomatik
  3. Casper – Elefant
  4. Favorite ft. Olli Banjo – Krieg
  5. Kollegah & Favorite ft. Farid Bang – Westdeutschlands Kings
  6. Shiml – Unter Null
  7. Favorite – Superman
  8. Skit
  9. Slick One ft. Edo Maajka – Bruderkrieg
  10. Casper & Favorite – 2x mehr wie Du
  11. Kollegah ft. SunDiego – Gs sterben jung
  12. Shiml ft. MontanaMax – Er & Ich 2009
  13. Favorite – Lebenswerk
  14. Casper – Vatertag
  15. Shiml – Mit jedem Atemzug
  16. Kollegah & Favorite – JebiGa
  17. Casper ft. Marteria – Rock ‘n’ Roll
  18. Casper, Favorite, Kollegah & Shiml – Dampfwalze

Gewohnte Selfmade-Kost, die alle Anhänger der beteiligten Künstler wohl zufrieden stellen wird, auch wenn etwa Shiml etwas zu kurz kommt. Keine negativen Ausreisser, aber auch nicht wirklich große Höhepunkte. In Summe ganz ok, aber mehr nicht…

WERTUNG: 3,5/5

Kommentar verfassen :, , more...

Kamp & Whizz Vienna – “Versager ohne Zukunft” (Review)

von Admin am 29.Apr 2009, unter Reviews

Tja, spät aber doch folgt nun das Review zum Debut-Album des Wiener Rappers Kamp. Und was Kamp zusammen mit Whizz Vienna auf “Versager ohne Zukunft” abliefert ist bei weitem keine leichte Kost…

Kamp & Whizz Vienna - "Versager ohne Zukunft"Ich lehne mich dabei sicher nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass es sich hierbei um eines der ehrlichsten Alben der letzten Zeit handelt. Was Kamp hier in raptechnischer Höchstform vom Stapel lasst gleicht einem wahren Seelenstrip. Egal, ob er sich dabei permanent selbst als “Versager” betitelt oder ob er offenbar “Ohne Zukunft” dasteht, er entschuldigt sich dann auch gerne mal mit “So Sorry”. Dies wird stets gekonnt in reale Lebenssituation und Betrachtungen eingebettet, bei welchen aber zum Glück auch hin und wieder ein Funke Selbstironie aufblitzt. Auch sonst ist die Stimmung nicht gänzlich zu 100% als bedrückend zu bezeichnen, wie Tracks über Kindheitserinnerungen (“Als wär es gestern”) oder auch “Ein Tag für Eva” bewiesen.

Trotzdem überwiegen eher schwermütige Tracks, die unter anderem auch Beziehungen (“Malinkaya”) oder das Familienumfeld (“Alles was ich hab”) behandeln. Dabei kann es schon mal als Zuhörer passieren, dass man manchmal lieber weghören würde. Aber, wie gesagt, eben keine leichte Kost!

Auch Graffitti wird mit “Graffikki” ein Song gewidmet, welchen ich zu einem meiner persönlichen Highlights des Albums zähle. Zusätzlich gehört auch “Kein Tag für Eva” zu meinen Favoriten, besticht dieser neben bildhaften Raps auch durch einen genial brachialen – wenn auch eher untypischen – Whizz Vienna Beat. Die restlichen Produktionen halten sich da schon eher in Richtung Soul-Samples. Persönlich bin ich zwar kein totaler Anhänger davon, aber Whizz Vienna hat seine Sache mehr als gut gemacht und seine Beats ergänzen sich perfekt mit Kamps Raps.

Das Album hört man sich sicher nicht mal so nebenbei an und es wäre auch äusserst schade, würde man das tun. Andererseits läuft es aufgrund der (fast) durchgehenden melancholischen Stimmung auch Gefahr etwas eintönig zu werden. Man sehnt sich zwischendurch auch mal nach etwas anderem.

Ein Snippet zu “Versager ohne Zukunft” findet sich auf deren MySpace-Seite: Versager ohne Zukunft@MySpace

Tracklist:

  1. Der Anfang Vom Ende (I’m A Loser)
  2. Versager
  3. Als Wär Es Gestern
  4. Kein Tag Für Eva
  5. Ein Tag Für Eva
  6. Graffikki
  7. So Sorry
  8. Pechknecht
  9. Geisterjäger
  10. Malinkaya (Dont Go)
  11. Frag Mich Wofür
  12. Was Hab Ich Grad Gemacht
  13. Fort Von Mir
  14. Gildos Sohn
  15. Stolibub
  16. Goldene Wolken/dir Mama
  17. Ohne Zukunft (Dont Wanna Be Right)
  18. Alles Was Ich Hab
  19. Das Ende Vom Anfang

Ein wirklich sehr ehrliches und gutes Album, dass allerdings stellenweise vielleicht allzu sehr in die gleiche Kerbe schlägt. Trotzdem macht man beim Kauf dieses Albums nicht viel falsch und ich kann es jedem (nicht nur Österreichern) empfehlen!

WERTUNG: 4/5

Kommentar verfassen :, , , more...

Suche